03.01.2017
Der Blick heute morgen aus meinem Zelt war nicht besonders erfreulich, das Wasser steht zentimeterhoch im Vorzelt. Aber im Zelt selbst ist es zum Glück trocken, so dass ich erstmal (kalt) duschen gehe und dann in Ruhe zusammen packe. Um halb 8 finden wir uns alle platschnass beim Frühstück ein. Anschließend tragen wir nach und nach jedes einzelne Zelt zu einem überdachten Unterstand, damit die Unterzelte beim Abbau halbwegs trocken bleiben. Es schüttet aus Kübeln und wir tropfen genauso wie die Zelte. Die Teamarbeit klappt super und so können wir weiter fahren, endlich weg von diesem gammeligen Campground. Das waren für mich echt zwei verschenkte Tage, denn hier gab es echt nichts besonderes zu sehen. Nach kurzer Zeit fahren wir am Franz-Josef-Gletscher vorbei, sehen aber aufgrund von Regen und Nebel nichts. Das gleiche natürlich am Fox-Gletscher. Eigentlich wollten wir am Lake Matheson eine kleine Wanderung um den See unternehmen, da gibt es tolle Spiegelungen auf dem See. Eigentlich. Denn es regnet unaufhörlich weiter, so dass wir nur einen Kaffee in dem Café trinken und darauf hoffen, dass wir nach dem Haast Pass besseres Wetter bekommen. Daumen drücken.
Zwischendurch sehen wir in all der grauen Suppe auch mal ein klitzekleines Stück blauen Himmel, aber wirklich schön schaut es nicht aus.
Mittags halten wir zum Lunch an einer Lachsfarm. Es regnet.
Dann fahren wir weiter und kommen nach einer Weile zum MountAspiring Nationalpark, wo wir rot einen kurzen Halt an einem Wasserfall machen und dann den Haast Pass überqueren. Ein kleines bisschen besser sieht das Wetter auf der anderen Seite aus, die Sonne blinzelt ein bisschen, aber in den Bergen hängen auch hier dicke Wolken. Die Landschaft übrigens ist nett anzusehen, haut mich aber auch nicht gerade von meinem Sitz. Nichts außergewöhnliches, wie ich finde.
Doch dann kommen wir zum Lake Haweha, der sich vor einem großartigen Bergpanorama dahinschlängelt. Einen n toller Anblick! Wir machen noch ein paar Fotostopps, ne kommen dann nach einer langen Fahrt endlich am Lake Wanaka und kurz darauf an unserem Campingplatz direkt am See an. Dieser ist ziemlich groß und voll, aber ich bin sehr froh, hier zu sein. Endlich habe ich wieder das Gefühl, etwas von Neuseeland zu sehen, weshalb ich ja hier bin. Als wir die Zelte aufbauen ist es trocken, es hängen zwar einige Wolken am Himmel, aber es ist freundlich und die Zelte glücklicherweise tatsächlich trocken von innen. Nach dem Einrichten waschen wir noch schnell eine Maschine und setzen uns etwas an den See, dann ist Björn mit den Einkäufen zurück.

