5. Januar 2017

Queenstown

Die Nacht war echt kalt und ich musste dummerweise zweimal raus. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich jedes Mal meine Wärmflasche nachfüllen ins den gigantischen Sternenhimmel bestaunen konnte. Im 7.30 Uhr frühstücken wir, während Sascha einen Helikopterflug  (er ist Hobbypilot) über die Berge unternimmt. Wir sammeln ihn später in Wanaka ein und fahren dann weiter nach Queenstown. Bevor wir in die Stadt fahren, halten wir an der historischen Bungeebrücke und schauen etwas bei den Sprüngen zu. Ich hätte ja schon Lust... aber auf mich wartet heute Nachmittag ja ein anderes Event 😀.
Mittags sind wir dann bei schönstem Wetter in Queenstown, unser Campingplatz liegt direkt an der Stadt. Wir bauen fix die Zelle auf und gehen dann in den Ort. Mir gefällt es super gut hier, es ist zwar recht voll, aber irgendwie doch entspannt, alle sind gechillt und es herrscht eine gute Stimmung. Queenstown hat selbst nur etwa 13.000 Einwohner, jährlich aber ca. 1,5 Mio Besucher, die meisten davon wahrscheinlich auf der Suche nach dem besonderen Kick. Es ist die "Adventure-Capital", die Hauptstadt des Abenteuers. Hier gibt es angeblich nichts, was man nicht machen kann. Und auch ich möchte hier etwas besonderes erleben! Ich esse noch mit den Mädels Sushi und streife mit Steffi etwas durch die Souvenirshops, dann muss ich um 15.30 Uhr am Büro von "nzone" sein. Es geht zum Skydive - ich habe einen Fallschirmsprung gebucht. Katrina aus unserer Gruppe ist ebenfalls dabei und gegen 16.00 Uhr werden wir zu einem kleinen Flughafen gefahren, wo bereits jede Menge Leute auf ihren Sprung warten. Wir müssen über eine Stunde warten bis wir an der Reihe sind. Klamotten an, eine knappe Einweisung, dann sitzen wir bereits im Flieger. Allein der Flug ist ein Erlebnis. Der Ausblick auf den Lake Wakapito und die "Remarkables" , eine großartige Bergkette ist grandios. Katrina springt dann aus 12000 feet Höhe, ich fliege noch ein bisschen weiter mit und 'Silvio' bugsiert mich in 15000 feet aus dem Flieger. Es ist genial, und bei diesem Sprung bekomme ich alles viel genauer mit als bei meinem ersten, und das Panorama ist unbeschreiblich. Leider ist alles viel zu schnell vorbei...
Im Camp backt Björn für uns Pizza, wir schlemmen gemeinsam und sitzen dann noch eine Weile draußen und reden über die heutigen Erlebnisse. Vor allem Thorben kann mit seinem Bungeesprung von einem Korb in 150 Metern Höhe noch etwas beeindruckendes beisteuern. Die Stimmung ist sehr ausgelassen, aber es ist kalt und die meisten sind platt, so dass es nur noch Björn und Thorben in die Stadt schaffen. Wir anderen kriechen in die (kalten!) Zelte. Ein toller Tag. Leider müssen wir morgen früh schon wieder weiter , ich hätte gern noch einen Tag in Queenstown gehabt 😐